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Veröffentlicht am 19.03.2017 von Johannes R. Buch

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Nelly

Der US-amerikanische Rapper, Sänger, Schauspieler und Unternehmer Nelly gehört zu den kommerziell erfolgreichsten Rappern. Bevor Nelly sein Fabel für Hip-Hop entdeckte spielte er Baseball, erhielt sogar Angebote professionell zu spielen.

Biographie

Cornell Haynes Junior ist der Sohn eines U.S. Air Force-Soldaten. Kurz nach seiner Geburt siedelt die Familie wegen einer Versetzung des Vaters nach Spanien um. Nach seinem dritten Geburtstag siedelt die Familie zurück in die USA, nach University City, einem Stadtteil von St. Louis, Mississippi. Cornell Haynes Jr. Durchlebte eine schwere Jugend. Er wohnt bei verschiedenen Familienmitgliedern und wechselt häufig die Schule. Der junge Cornell hat viel Ärger auf der Straße. Das ändert sich als er zu seiner Mutter in eine Vorstadt von St. Louis zieht, wo man sein Talent für Baseball entdeckt. Zeitgleich lernt Cornell einige Rapper aus St. Louis kennen, hört die Musik von LL Cool J, Rakim und Run DMC. Mit fünf Freunden gründet er schließlich die St. Lunatics.

1996 gehen sie ins Studio und produzieren ihre erste Single „Gimme What Ya Got“, welche von den Radiosendern in St. Louis fortan rauf und runter gespielt wird. Bisher war die Stadt nur eingefleischten Blues-Freunden ein Begriff. Trotz dieses Erfolges erhält die Hip-Hop-Combo keinen Vertrag. Cornell beschließt es auf eigene Faust zu probieren und bekommt prompt einen Deal mit Universal Records. Als Solo-Rapper sieht er sich deshalb nicht, sondern stattdessen als erstes Familienmitglied der St. Lunatics, der ein eigenes Album veröffentlicht. Sein Ziel: „Ich will, dass man St. Louis Respekt erweist. Ich will, dass man diese Stadt nicht weiter ignoriert.“

Musikalische Karriere

Im Jahr 2000 erscheint sein Debütalbum „Country Grammar“, welches er unter dem Pseudonym Nelly veröffentlicht. Die gleichnamige Debütsingle erreicht Platz 7 der Billboard Top 100. Das Album schießt daraufhin auf Platz 1 der Billboard 200-Albumcharts. Das Album verkauft sich über 10 Millionen Mal und mit „Free City“ kann er auch den St. Lunatics zu Ruhm verhelfen. Der Mainstream steht hinter ihm, doch hiphop-intern macht er sich keine Freunde. Bei Nellys Musik verschwimmen die Grenzen zwischen Hip-Hop und Pop. Gerappt wird über Geld und Frauen.

Da darf sich der Rapper nicht wundern, wenn er nicht respektiert wird. Es kommt zum Freestyle-Abtausch mit Krs-One via Radio und Mixtapes. Nelly´s Vorwürfe – der Rapper Krs One benutze den Beef um seine Verkaufszahlen hochzuschrauben. Krs One hingegen bezeichnet Nelly als nicht „real“ und kritisiert zudem seine frauenfeindlichen, oberflächlichen Texte. Der businessorientierte Rapper nutzt die Auseinandersetzung zur Promotion seines nächsten Albums „Nellyville“. Die Single „Hot in Herre“ wird Nellys erster Nummer 1-Hit. Das Album landet zum erneuten Male auf Platz 1. Ein Duett mit Kelly Rowland von der Girlgroup Destinys Child löst „Hot in Herre“ von der Spitze ab und wird noch erfolgreicher. Dieser Zeitpunkt markiert den internationalen Durchbruch des Rappers.

„Sweat“ and „Suit“

Mit einem Paukenschlag meldet sich Nelly 2004 zurück. Mit „Sweat“ und „Suit“ veröffentlicht der Rapper gleich zwei Alben auf einmal. Mit Erfolg. Die Alben können Platz 1 und 2 der Billboard-Charts belegen. Der Rapper sorgt mit seinen teils frauenfeindlichen Texten aber auch für Protest. So sammeln sich vor den Konzerten des Rappers mittlerweile religiöse Vereinigungen. Nelly interessiert das weniger und veröffentlicht im Folgejahr „Who´s The Boss“ mit den St. Lunatics. Im August 2008 erscheint Nellys Album „Bass Knucklers“ und erreicht immerhin Platz drei der US-Charts.

Das Album enthält zahlreiche Gastbeiträge, u.a. von Snoop Doog, LL Cool J, Chuck D, Fergie und Lil Wayne. Im Sommer 2009 belegt Nelly Platz drei der besten Künstler des Jahrzehnts. Ein tragischer Zwischenfall lässt Nelly den Veröffentlichungstermin zu „Nelly 5.0“ jedoch auf Ende des Jahres verschieben: Sein Cousin und enger Freund wird ermordet. Obwohl das Album mit hochkarätigen Gastbeiträgen gespickt ist, erhält es nur durchschnittliche Chartplatzierungen. In der kommenden Zeit widmet sich Nelly anderen Projekten, veröffentlicht eine Modekollektion und eine Fitness-DVD namens „Celebrity Sweat“. Zudem ruft er zwei wohltätige Stiftungen „4Sho4Kids“ und „Jes Us 4 Jackie“ ins Leben. 2013 meldet sich der Künstler mit „M.O.“ zurück.

Die Singleauskopplungen „Hey Porsche“ und „Get Like Me“ feat. Pharell Williams und Nicki Minaj haben wie auch das Album nicht mehr viel mit dem Hip-Hop gemein. Nelly scheint ganz angekommen zu sein in Pop-Mainstream-Gefilden. Neben seiner Musikkarriere ist Nelly auch Schauspieler, spielte unter anderem in dem Kinofilm „Spiel ohne Regeln“ an der Seite von Adam Sandler und Chris Rock, in CSI: NY und der Serie 90210.

photocredit: By Photobra|Adam Bielawski (Own work) [CC BY-SA 3.0 or GFDL], via Wikimedia Commons

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