Bands

Veröffentlicht am 22.05.2017 von Johannes R. Buch

0

Beginner

Man könnte sie als die deutschen „Beastie Boys“ bezeichnen. Ohne die Beginner (bis 2003 bekannt als Absolute Beginner) wäre der deutsche Hip-Hop heute noch prolliger, als er ohnehin schon ist und hätte einen deutlich steiferen Hüftschwung.

Bandgeschichte

Das Hip-Hop-Trio Beginner aus dem Hamburger Bezirk Eimsbüttel besteht aus Jan Eißfeldt (alias Jan Delay), Dennis Lisk (alias Denyo) und Guido Weiß (alias DJ Mad). Zum Zeitpunkt ihrer Gründung in den 90ern bestand die Band noch aus vier weiteren Mitgliedern (DJ Burn, Nabil Sheikh, Mirko und Platin Martin). 1992 feiern die Absoluten Beginner mit der Polizistenschelte „K.E.I.N.E.“ ihre erste Sampler-Veröffentlichung auf der Rap-Compilation „Kill The Nation With A Groove“. 1993 folgt die erste Beginner-EP „Gotting“, die textlich mit politisch- und gesellschaftlichem Engagement aufwartet, aber soundtechnisch noch etwas dünn ausfällt.

Vom harten Gunshot-Britcore beeinflusst erscheint 1994 die Single „Ill Stylez“. In der damals noch überschaubaren Hip-Hop-Szene Deutschlands machen sich die Hamburger Sozialkritiker mittels vieler Konzerte und Jams schnell einen Namen. Zunächst rappen sie auf Englisch, später dann auf Anraten der Plattenfirma nur noch auf Deutsch, woraufhin DJ Burn, Mirko und Nabil die Gruppe verlassen. Beim Buback-Label veröffentlichen die Beginner mit „Flashnizm“ ihren ersten echten Longplayer. Auch neben dem Beginner-Projekt sind die Hamburger aktiv, so wirkt Eißfeldt beispielsweise schon bei dem Posse Track „Nordish By Nature“ mit und remixt Lieder von Fettes Brot und Keilerkopf.

Kommerzieller Durchbruch

Mit dem 1998er Album „Bambule“ gelingt den Hamburgern der kommerzielle Durchbruch, getrieben vom Single-Hit „Liebeslied“, der sich förmlich in die Ohrmuscheln der Nation saugt. Dieses Album gilt als die wichtigste deutsche Rap-Scheibe überhaupt und läutet die Goldene Zeit des deutschsprachigen Hip-Hops ein. „Bambule“ ist ein leuchtendes Feuerwerk aus Beats, Raps, Flows, Flashs und Styles. Danach widmen sich die Künstler erstmal Soloprojekten. Die besorgte Plattenfirma bietet den Hanseaten daraufhin eine Menge Geld für ein eiliges Album. Ergebnis wird ein Remix-Album des Vorgängers.

2001 folgt der Alleingang: Die beiden MCs Jan Delay und Denyo bestreiten einen bandinternen Wettkampf um das bessere Soloalbum. Dabei widmet sich Jan Delay dem Reggae und dem Ragga, während Denyo eine klassisch gehaltene Hip-Hop Platte veröffentlicht. Nachdem die große Hip-Hop Welle in Deutschland langsam abebbt, machen sich die drei viele Gedanken zur neuen Platte und veröffentlichen 2003 „Blast Action Heroes“, welches mit wummernden Elektro-Beats und eingängigen Hooklines aufwartet.

Im Dezember 2004 erscheint die Band-DVD „Die derbste Band der Welt“, enthält neben Musikvideos auch eine Dokumentation und Livemitschnitte von Konzerten. Im gleichen Jahr erscheint „The Early Years 1992–1994“, ein Album mit frühen Aufnahmen inklusive der „Gotting“–EP. Nach Soloprojekten und langer Pause gaben die Beginner im Zuge des Berlin-Festivals im September 2011 ihr Live-Comeback. Ein weiteres Album wurde schon im August 2010 von Denyo in einem Fernsehinterview angekündigt, blieb aber bislang aus.

photocredit: By Tobias KlenzeDeutsch: Die Autorennennung bitte wie folgt: „Wikipedia / Tobias Klenze“ (Link auf Benutzerseite ist optional). Die Lizenz muss ebenfalls genannt und verlinkt werden. Falls dieses Bild zum Beispiel unter der Lizenz CC-BY-SA 3.0 steht, lautet der Hinweis: Bild: Wikipedia / Tobias Klenze / CC-BY-SA 3.0English: Please attribute as: „Wikipedia / Tobias Klenze“ (user page link optional). Remember that you must also mention the license (and link to it). So for example, if this picture is licensed under CC-BY-SA 3.0, the following is correct: Image: Wikipedia / Tobias Klenze / CC-BY-SA 3.0 (Own work) [GFDL or CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

Tags: , ,


About the Author



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back to Top ↑
  • Aktuelle Artikel

  • PARADOX Musikmagazin

  • Newsletter

    Trage ich hier in unsere Newsletter ein und bekomme von uns immer alle Szene-News aus erster Hand!

  • Monatsübersicht